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Bandbreiten-Rechner für IPTV
Wählen Sie Auflösung und Anzahl gleichzeitiger Streams. Sie erhalten einen realistischen Bandbreitenbereich, eine begründete Reserve und eine Empfehlung zur Anbindung.
Bandbreiten-Rechner
Ermitteln Sie, wie schnell Ihre Internetverbindung für Ihr Fernsehverhalten sein sollte. Die Werte sind Richtwerte für die Planung – die tatsächliche Bitrate eines Streams schwankt.
Für einen Stream in Full HD sollte die Leitung je nach Codec und Bildinhalt dauerhaft 10–15 Mbit/s liefern können.
- Bedarf der Streams
- 5–10 Mbit/s
- Empfohlene Reserve
- 5 Mbit/s
- Empfohlene Leitung
- 10–15 Mbit/s
- Verbindungsart
- WLAN im 5-GHz-Band oder LAN-Kabel
Das 2,4-GHz-Band ist in Mehrfamilienhäusern häufig stark belegt und teilt sich die Funkzeit mit allen Nachbarnetzen. Das 5-GHz-Band hat mehr Kapazität, dafür weniger Reichweite durch Wände. Wenn beides nicht stabil ist, löst ein LAN-Kabel das Problem zuverlässig.
Alle Angaben sind gerundete Richtwerte für die Planung. Es handelt sich nicht um Messwerte, und der tatsächliche Bedarf hängt vom Codec, vom Bildinhalt und von der Encoder-Einstellung des jeweiligen Dienstes ab.
Empfohlene Leitung nach Auflösung und Streams
Die Tabelle enthält dieselben Werte, die das Formular oben ausgibt – einschließlich der Reserve von 30 Prozent. Suchen Sie Ihre Zeile und Ihre Spalte.
| Auflösung | 1 Stream | 2 Streams | 3 Streams | 4 Streams | 5 Streams | 6 Streams |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SD | 6–8 | 7–11 | 8–14 | 9–17 | 10–20 | 11–23 |
| HD | 8–11 | 11–17 | 14–23 | 19–31 | 24–39 | 29–47 |
| Full HD | 10–15 – Ihre aktuelle Auswahl | 16–26 | 24–39 | 32–52 | 40–65 | 48–78 |
| 4K | 24–39 | 48–78 | 72–117 | 96–156 | 120–195 | 144–234 |
Richtwerte je einzelnem Stream
| Auflösung | Bildauflösung | Bedarf je Stream | Warum die Spanne so breit ist |
|---|---|---|---|
| SD | bis 720 × 576 | 1–3 Mbit/s | Viele Spartenkanäle und ältere Archivbestände werden weiterhin in Standardauflösung verbreitet. Der Bedarf ist so gering, dass er auf modernen Anschlüssen selten die Ursache eines Problems ist. |
| HD | 1280 × 720 | 3–6 Mbit/s | Die Spanne öffnet sich vor allem nach oben, wenn ein älterer Encoder mit H.264 und hoher Bitrate arbeitet statt mit einem sparsameren Verfahren. |
| Full HD | 1920 × 1080 | 5–10 Mbit/s | Der am weitesten verbreitete Fall. Sport und andere bewegungsreiche Inhalte liegen eher am oberen Ende der Spanne, ruhige Studioformate eher am unteren. |
| 4K | 3840 × 2160 | 15–30 Mbit/s | Die größte Unsicherheit: Ob 4K näher an 15 oder an 30 Mbit/s liegt, entscheidet fast vollständig der eingesetzte Codec und ob zusätzlich HDR übertragen wird. |
Warum eine Spanne und kein fester Wert?
Die Bitrate eines Fernsehstreams ist keine feste Größe. Drei Faktoren verschieben sie erheblich:
- Der Codec. H.264 benötigt für dieselbe Bildqualität deutlich mehr Datenrate als neuere Verfahren wie HEVC. Welches Verfahren zum Einsatz kommt, entscheidet der Dienst, nicht Sie.
- Die Bewegung im Bild. Ein Fußballspiel mit Kameraschwenks erzeugt pro Sekunde wesentlich mehr veränderte Bildinformation als eine Nachrichtensendung im Studio. Bei variabler Bitrate schlägt das unmittelbar auf den Bedarf durch.
- Die Einstellung des Anbieters. Zwei Dienste können denselben Sender in derselben Auflösung mit sehr unterschiedlicher Datenrate ausliefern.
Alle Angaben sind gerundete Richtwerte für die Planung. Es handelt sich nicht um Messwerte, und der tatsächliche Bedarf hängt vom Codec, vom Bildinhalt und von der Encoder-Einstellung des jeweiligen Dienstes ab.
Warum eine Reserve nötig ist
Der reine Streambedarf ist nicht die Zahl, nach der Sie einen Anschluss auswählen sollten. Dieser Rechner schlägt deshalb rund 30 Prozent auf, mindestens aber einen festen Grundbetrag. Die Reserve deckt vier Dinge ab:
- Overhead. Die Nutzdaten eines Streams sind nie die volle Leitungsrate. Adressierung, Bestätigungen und erneut gesendete Pakete belegen einen Teil der Kapazität.
- Andere Geräte im Haushalt. Ein Cloud-Backup, ein Spiele-Update oder eine Videokonferenz laufen nicht nach Absprache mit Ihrem Fernseher.
- Schwankungen. Sowohl die Bitrate des Streams als auch die verfügbare Rate Ihres Anschlusses ändern sich laufend. Ohne Puffer führt jeder Einbruch direkt zu einer Unterbrechung.
- Der Unterschied zwischen gebuchter und tatsächlicher Leitung. Die im Vertrag genannte Geschwindigkeit ist eine Obergrenze. Was davon ankommt, hängt von Anschlussart, Leitungslänge und der Auslastung zur Abendzeit ab. Messen Sie deshalb am Wiedergabegerät, nicht am Vertrag.
WLAN oder LAN-Kabel?
Die Empfehlung im Ergebnis richtet sich nach der Gesamtlast. Der Grund dafür liegt nicht in der Spitzenleistung, sondern in der Verlässlichkeit: Alle Geräte in einem Funknetz teilen sich dieselbe Übertragungszeit. Je mehr gleichzeitige Streams laufen, desto häufiger trifft eine kurze Störung mehrere davon gleichzeitig. Ein LAN-Kabel nimmt diese Variable vollständig aus der Rechnung. Wo kein Kabel möglich ist, ist das 5-GHz-Band die bessere Wahl, solange der Empfang stabil ist – es hat mehr Kapazität als 2,4 GHz, reicht dafür aber weniger weit durch Wände.
Warum das Ergebnis ein Bereich ist und keine Zahl
Eine Bitrate ist keine Eigenschaft der Auflösung. Derselbe Full-HD-Stream kann sehr unterschiedlich viele Daten pro Sekunde benötigen – je nachdem, mit welchem Verfahren er komprimiert wurde, wie viel Bewegung im Bild ist und welche Einstellungen der Anbieter gewählt hat.
- Kompressionsverfahren: Neuere Verfahren wie HEVC oder AV1 kommen bei vergleichbarer Bildqualität mit deutlich weniger Daten aus als das ältere H.264.
- Bildinhalt: Ein Fußballspiel mit schneller Kameraführung und Publikum im Hintergrund erzeugt erheblich mehr Daten als eine Nachrichtensendung mit statischem Studiohintergrund.
- Anbieterseitige Einstellung: Zwei Anbieter können denselben Sender in derselben Auflösung mit sehr unterschiedlicher Datenrate ausliefern.
Bandbreite ist nicht gleich Stabilität
Eine schnelle Leitung schützt nicht vor Aussetzern. Für Live-Fernsehen sind gleichmäßige Datenlieferung, geringe Laufzeitschwankung (Jitter) und fehlende Paketverluste oft wichtiger als die Spitzengeschwindigkeit. Deshalb kann eine Verbindung mit reichlich Mbit/s trotzdem ruckeln – siehe Buffering systematisch eingrenzen.
Woher die Reserve kommt
Die empfohlene Reserve ist keine Vorsichtsmarge ins Blaue, sondern deckt vier konkrete Effekte ab: den Protokoll-Overhead, die gleichzeitige Nutzung durch andere Geräte im Haushalt, die Schwankungen zur Abendzeit und den Unterschied zwischen gebuchter und tatsächlich anliegender Leitungsgeschwindigkeit.
Wie Sie die Zahlen selbst überprüfen
Messen Sie die tatsächliche Geschwindigkeit zu verschiedenen Tageszeiten, einmal per Netzwerkkabel und einmal über WLAN am selben Standort wie das Abspielgerät. Die Differenz zwischen beiden Messungen ist meist aufschlussreicher als der absolute Wert. Wie Sie das methodisch sauber machen, steht in Welche Internetgeschwindigkeit braucht IPTV?